Girokonto wechseln in fünf Schritten: eine praktische Anleitung
Der Wechsel des Girokontos wirkt aufwendiger, als er ist. Ein gesetzlich geregelter Kontowechselservice nimmt Ihnen einen Großteil der Arbeit ab. Diese Anleitung zeigt Schritt für Schritt, wie der Wechsel gelingt und worauf Sie achten sollten.
Das Wichtigste in Kürze
- Banken müssen beim Wechsel gesetzlich unterstützen (Kontowechselhilfe).
- Daueraufträge und Lastschriften lassen sich weitgehend automatisch übertragen.
- Das alte Konto sollten Sie erst schließen, wenn alle Zahlungen umgestellt sind.
- Prüfen Sie den Vorgang trotz Automatik selbst nach, um Fehler zu vermeiden.
Schritt 1: Neues Konto in Ruhe auswählen
Bevor Sie wechseln, sollten Sie das passende Konto auswählen. Achten Sie auf Kontoführungsgebühren, Kartenkosten, die Bargeldversorgung und mögliche Bedingungen für eine kostenlose Kontoführung. Erst wenn das Konto zu Ihrem Alltag passt, lohnt sich der Wechsel.
Schritt 2: Neues Konto eröffnen
Die Eröffnung erfolgt heute meist online. Für die Identifizierung werden gängige Verfahren genutzt. Nach der Eröffnung erhalten Sie Ihre neuen Kontodaten sowie in der Regel die zugehörige Karte.
Schritt 3: Kontowechselservice nutzen
In Deutschland besteht ein gesetzlich geregelter Anspruch auf Unterstützung beim Kontowechsel. Über den Kontowechselservice lassen sich Daueraufträge, Lastschriften und wiederkehrende Zahlungseingänge auf das neue Konto übertragen. Viele Banken bieten dafür einen digitalen Assistenten an.
Schritt 4: Zahlungspartner informieren
Arbeitgeber, Versicherungen, Vermieter oder Abo-Anbieter benötigen Ihre neue Bankverbindung. Der Kontowechselservice informiert viele Zahlungspartner automatisch. Prüfen Sie dennoch, ob wirklich alle wichtigen Partner umgestellt wurden.
Schritt 5: Altes Konto erst später schließen
Lassen Sie das alte Konto so lange bestehen, bis alle Zahlungen zuverlässig über das neue Konto laufen. So vermeiden Sie, dass eine übersehene Lastschrift ins Leere läuft. Erst wenn über mehrere Wochen keine Buchungen mehr auf dem alten Konto eingehen, können Sie es bedenkenlos schließen.
Worauf Sie besonders achten sollten
Auch mit Kontowechselhilfe kann es zu Fehlern kommen, etwa wenn ein Zahlungspartner nicht erfasst wurde. Behalten Sie beide Konten in der Übergangszeit im Blick. Verbraucherschützer raten ausdrücklich, den Vorgang nicht völlig unbeaufsichtigt laufen zu lassen.