Dispozinsen im Griff behalten: Was den Dispo teuer macht
Der Dispokredit erlaubt es, das Girokonto bis zu einem vereinbarten Rahmen zu überziehen. Das ist flexibel, kann aber teuer werden. Wir erklären, wie Dispozinsen entstehen und mit welchen Schritten sich Kosten begrenzen lassen.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Dispozins fällt an, sobald das Konto ins Minus rutscht.
- Dispozinsen zählen häufig zu den teureren Kreditformen.
- Wird der vereinbarte Rahmen überschritten, kann ein noch höherer Zins gelten.
- Bei längerem Minus kann ein Ratenkredit die günstigere Lösung sein.
Was der Dispokredit ist
Der Dispositionskredit, kurz Dispo, ist ein von der Bank eingeräumter Rahmen, bis zu dem Sie Ihr Girokonto überziehen dürfen. Er ist an kein festes Rückzahlungsschema gebunden: Sobald wieder Geld eingeht, verringert sich das Minus. Diese Flexibilität hat allerdings ihren Preis.
Wie Dispozinsen berechnet werden
Dispozinsen werden nur auf den tatsächlich in Anspruch genommenen Betrag und nur für die Tage der Überziehung berechnet. Der Zinssatz ist jedoch oft deutlich höher als bei anderen Kreditformen. Wer dauerhaft im Minus ist, zahlt entsprechend spürbare Zinsen.
Vorsicht bei der geduldeten Überziehung
Wird der vereinbarte Dispo-Rahmen überschritten, spricht man von einer geduldeten Überziehung. Dafür kann ein zusätzlicher, noch höherer Zinssatz anfallen. Diese Situation sollte möglichst vermieden werden.
So begrenzen Sie die Kosten
- Überblick behalten: Prüfen Sie regelmäßig den Kontostand, um ein unbemerktes Minus zu vermeiden.
- Minus zügig ausgleichen: Da der Zins tagesgenau berechnet wird, spart jeder Tag im Plus Kosten.
- Rahmen anpassen: Ein zu hoher Dispo verleitet zum Dauerminus, ein passender Rahmen schafft Disziplin.
- Alternativen prüfen: Bei einem längeren Minus kann ein Ratenkredit mit festem Zins und fester Rate günstiger sein.
Wann sich eine Umschuldung lohnen kann
Wer über Monate im Dispo bleibt, sollte prüfen, ob ein Ratenkredit die teurere Überziehung ablösen kann. Ein Ratenkredit hat eine feste Laufzeit und eine feste monatliche Rate, was die Rückzahlung planbarer macht. Ob sich das lohnt, hängt von den jeweiligen Konditionen ab.